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Vom Parkplatz Richtung Glen Ord.

Glen Ord

Auf unserer Reise Richtung Inverness durfte natürlich auch nicht die Besichtigung dieser Brennerei fehlen.

Im Jahr 1838 wurde die Glen Ord Distillery im Ort Muir of Ord gegründet. Ein geschickter Schachzug da auf der nahen Black Isle das Hauptanbaugebiet von Gerste lag, Aus diesem Grund hat die Brennerei bis heute noch eine eigene Mälzerei. Gründungsväter waren Robert Johnstone und Donald McLennan. 9 Jahre später musste sich Robert Johnstone aus dem Geschäft zurückziehen.

1855 wurde die Destillerie an Alexander McLennan und Thomas McGregor verkauft. Nach dem Tod von Alexander McLennan 1870 übernahm 1877 Alexander MacKenzie, der neue Ehemann von McLennans Witwe, die Destillerie bis sie 1896 an Watson and Son aus Dundee verkauft wurde. Dieser rennovierte die Brennerei, vergrößerte die Mälzböden und spezialisierte sich auf verschiedene Blended Whiskys.

Von 1917 bis 1919 war die Brennerei stillgelegt. 1923 wurde sie an Thomas Dewar verkauft und 1925 kam sie zu Distillers Company Limited (DCL).

Von 1939 bis 1945 blieb die Destillerie erneut geschlossen.

Singleton Pot Still im Besucherzentrum von Glen Ord.


Von 1958 bis 1966 lief bei Glen Ord eine Versuchsreihe um festzustellen, ob es Geschmacksunterschiede im Whisky bei unterschiedlichen Brennblasenbefeuerungen (Kohle, Öl, Dampf) gibt.

1958 wurden zwei der inzwischen vier Brennblasen auf direkte Öl-Befeuerung umgestellt, die restlichen Brennblasen blieben bei der direkten Kohle-Befeuerung.

1960 wurden die beiden ölbefeuerten Brennblasen auf Dampf umgestellt. 1961 wurden die Tennenmälzerei (Floor maltings) geschlossen und Kastenmälzanlagen (Saladin boxes) installiert. 1966 wurde die Anzahl der Brennblasen auf sechs erhöht und die Befeuerung komplett auf Dampf umgestellt.

Glen Ord gehört heute ebenfalls zu Diageo.

Herstellung

Die Brennerei gehört heute zu den viertgrößten Whisky Destillerien in Schottland und produziert seit Juni 2014 jährlich 11.000.000 l.

Das Wasser der zur Region Highlands gehörenden Whisky Brennerei stammt aus dem Loch nam Bonnach und dem Loch nam Euan.

Die Destillerie selbst besitzt einen mash tun mit 12,5 t Fassungsvermögen sowie zehn wash backs. 6 von diesen Gärbottichen sind aus Douglasienholz, 4 aus Edelstahl jeweils mit einem Fassungsvermögen von jeweils 59.000 l.

Die seit 1966 vorhandenen 6 Brennblasen werden mit Dampf erhitzt und bestehen aus 3 wash stills mit jeweils 18.000 l Fassungsvermögen sowie 3 spirit stills mit jeweils 15.000 l Fassungsvermögens.

Für die Lagerung verwendet die Brennerei Sherry- sowie Bourbonfässer.

In der eigenen Mälzerei versorgt Glen Ord bis heute noch andere Destillerien, wie z. B. Clynelish und Talisker.